SCHULBAU
Ernst-Abbe-Gymnasium Jena Sanierung / Umbau Schulgebäude und Sporthalle Neubau einer Aula
Auftraggeber | Kommunale Immobilien Jena (KIJ) Eigenbetrieb der Stadt Jena Paradiesstraße 6, 07743 Jena |
Objektstandort | Ammenbacher Straße 21 07745 Jena |
Zeit | 2014-03/2016 |
Bearbeitung der Leistungsphasen | LP 1-9 entsprechend § 33 HOAI in ARGE Hartmann+Helm / Junk & Reich |
Raummaße & Flächen | Bruttorauminhalt: Bruttogrundfläche: Nutzfläche: |
Gemäß Aufgabenstellung aus dem VOF-Verfahren im Mai 2013 soll das Ernst Abbe Gymnasium durch einen Erweiterungsbau mit Aula und Unterrichtsräumen ergänzt und im Bereich der bestehenden Gebäude generalsaniert werden. Am Schulstandort werden nach erfolgter Sanierung und Erweiterung 784 Schüler unterrichtet.
Das Gebäude des Gymnasiums wurde in den Jahren 1989 und 1990 als eines der letzten seiner Art in Jena-Winzerla errichtet. Das Typen-Schulgebäude Typ „Erfurt“ gliedert sich in den viergeschossigen, unterkellerten Bauteil B und einen dreigeschossigen, unterkellerten Bauteil A. Die beiden Gebäude sind in den unteren 3 Geschossen (UG, EG, 1.OG) durch einen Verbindungsbau verbunden.
Auf dem Schulgelände befindet sich außerdem eine Sporthalle, welche im Zuge der Baumaßnahme ebenfalls umgebaut werden soll und Außenanlagen, welche im Jahre 1991 fertig gestellt wurden.
Entwurf Gebäudeensemble:
Das geplante Baufeld ist auf Grund der räumlichen Gegebenheiten und des vorhandenen Baumbestandes mit dem Lösungsvorschlag des Architekten optimiert worden und wird durch den Erweiterungsbau flächensparend ausgefüllt. Hauptaugenmerk wird dabei auf die Kompaktheit und umseitige Raumwirkung des neuen Ensembles gelegt, dass nach Fertigstellung als modernes Schulgebäude in Erscheinung tritt.
Ziel des Entwurfs für den Erweiterungsbau ist die zeitgemäße und harmonische Eingliederung der vorgegebenen Raumprogrammfläche unter Einhaltung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Bauherrn. Um den Gesamtkostenrahmen des Projektes einhalten zu können, wurde nach Entwurfsansätzen gesucht, die optimierte Raum- und Flächenverhältnisse ohne Verzicht auf gestalterische und funktionelle Aspekte mit sich bringen. Besonderer Wert wurde auf die Kompaktheit des Ensembles, eine minimierte Gebäudehüllfläche und eine optimale Erschließung und Verknüpfung der Raumfunktionen gelegt.
Hierbei sollen die bestehenden Bauteile A und B in ihrer Struktur und Funktionsverteilung gemäß Abstimmung mit dem Nutzungskonzept KIJ erhalten werden. Der klimatisch und funktionell nicht sinnvoll nutzbare Verbinder (Bauteil V) wird hingegen abgerissen und durch den kombinierten Zwischenbau mit Aula und Klassenraumerweiterungen ersetzt.
Die Sporthalle bleibt in ihrer Grundstruktur erhalten und wird innerhalb des Sozialtraktes umgebaut, um die Barrierefreiheit und eine zeitgemäße Nutzbarkeit der Sporthalle sicherzustellen. Außerdem werden notwendige Technikräume für die geplante Lüftung ergänzt. Die Gebäudehülle wird entsprechend den Vorgaben der Aufgabenstellung KIJ (Materialvorgaben) und den abgestimmten Bauteilaufbauten nach EnEV-Vorgabe ertüchtigt.
Die bestehenden Türbreiten innerhalb der Bestandsgebäude sollen, abweichend von der SchulBauR, erhalten bleiben, da eine Verbreiterung mit erheblichen statischen Aufwendungen verbunden wäre. Innerhalb des Bauantrages wird hierfür ein Abweichungsantrag gestellt. Im Rahmen der Bestandsuntersuchungen wurden die Bestandsestriche hinsichtlich ihrer Druckfestigkeit geprüft. Die Druckfestigkeiten entsprachen den notwendigen Anforderungen von 35N/mm². Für die Planung wurde ein Entwurfsansatz gewählt, der vom tlw. Erhalt der Estriche, vorwiegend in den unveränderten, großen Unterrichtsräumen in den Bauteilen A und B, ausgeht.
Ergänzt werden neue Fußbodenaufbauten mit Gussasphaltestrich. In den erdberührten Fußbodenbereichen werden auf Grund massiver Betonuntergründe im Fußboden nur minimale Dämmstärken eingebaut. Eine energetische Kompensation erfolgt über die Gebäudehülle.